QR-Code für die Hochzeit
Das Willkommensschild ist gedruckt, die Tischkarten liegen in der Kiste, und am Abend davor kommt die Nachricht: Die Cousine bringt doch jemanden mit, am Tisch der Kollegen ist einer krank, und Tisch 4 hat jetzt neun Stühle. Mit einem Sitzplan auf Papier heißt das neu drucken oder durchstreichen. Mit einem QR-Code auf dem Schild heißt es: Die Seite dahinter ändern, eine Minute Arbeit. Der Gast scannt am Eingang, tippt seinen Namen ein und sieht seinen Tisch. Auf derselben Seite stehen Menü, Ablauf, der Weg zur Toilette und die Nummer vom Taxi. Und wenn das Fest vorbei ist, zeigt derselbe QR-Code auf die Fotos.

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Warum ein QR-Code hier hilft.
Das Schild ist gedruckt, der Sitzplan ändert sich trotzdem noch.
Am Abend vor der Hochzeit kommt die Nachricht: Die Cousine bringt doch jemanden mit, und am Tisch der Kollegen ist einer krank. Mit einem Sitzplan auf Papier heißt das neu drucken. Mit einem QR-Code auf dem Willkommensschild heißt es: Die Seite dahinter ändern, fertig.
Der Gast scannt am Eingang, tippt seinen Namen ein und sieht seinen Tisch. Dieselbe Seite trägt Menü, Ablauf und den Weg zur Toilette. Nach dem Fest zeigt der QR-Code auf die Fotos.
- Drei QR-Codes statt einem: am Eingang, auf der Tischkarte, in der Einladung. Dann steht niemand Schlange vor dem einen Schild.
- Nur Vorname und Tischnummer auf die Seite. Adressen, Diätwünsche und Notizen bleiben in deiner Liste.
- Mit einem dynamischen QR-Code zeigt das Schild vor dem Fest die Anfahrt, am Tag den Sitzplan und danach die Bilder.
So gehst du vor.
Eine Seite für den Tag anlegen
Nicht die Hochzeitshomepage mit der Geschichte, wie ihr euch kennengelernt habt. Eine eigene, leichte Seite nur für den Tag: Oben die Suche nach dem Namen oder eine Liste nach Tischen, darunter Menü, Ablauf mit Uhrzeiten, der Raumplan als Bild. Das kann eine Seite auf eurer Hochzeitshomepage sein, ein Dokument mit Freigabelink oder ein Werkzeug für Sitzpläne, in das ihr die Gästeliste ladet. Wichtig ist nur: Die Adresse steht fest, bevor gedruckt wird, und der Inhalt darf sich danach ändern.
Im Generator als Website anlegen
Art des QR-Codes auf Website, die Adresse der Seite eintragen. Farbe aus eurer Papeterie, aber dunkel auf hell, und kein Logo im QR-Code auf der Tischkarte: Die ist drei Zentimeter groß, da braucht jeder Punkt seinen Platz. Ein Satz daneben: Scannen, Namen eingeben, Tisch finden.
Drei Orte, drei QR-Codes
Einer auf dem Willkommensschild am Eingang. Einer auf jeder Tischkarte, damit niemand vor dem einen Schild Schlange steht, während hinten schon angestoßen wird. Einer in der Einladung oder auf der Hochzeitshomepage, damit Gäste die Anfahrt und den Ablauf schon Tage vorher haben. Mit dynamischen QR-Codes siehst du hinterher, welcher der drei gescannt wurde und wie oft.
Mit dem Handy der Schwiegermutter testen
Nicht mit deinem. Ein älteres Handy, ein anderer Browser, ein Gast, der nicht weiß, was ein QR-Code ist. Scannt die Kamera das Schild aus zwei Metern? Findet die Suche einen Namen, wenn man ihn klein schreibt oder nur den Vornamen tippt? Lädt die Seite auf dem Parkplatz, wo das Netz dünn ist? Was hier hakt, hakt am Tag bei vierzig Leuten.
Nach dem Fest umstellen
Die Seite bleibt, der Inhalt wechselt: Statt des Sitzplans ein Dank, der Link zu den Fotos, die Adresse für Nachbestellungen beim Fotografen. Die Tischkarten nehmen viele Gäste mit nach Hause, das Schild steht noch Wochen im Flur. Beides führt jetzt zu den Bildern statt ins Leere. Mit einem dynamischen QR-Code geht das auch, wenn die Fotos auf einer ganz anderen Adresse liegen.
Fertig gelesen? Zum Generator.
Was dabei schiefgeht.
Nicht ausgedacht, sondern gesehen. Jeder Punkt hier kostet Zeit oder einen Nachdruck.
Der QR-Code zeigt auf die Hochzeitshomepage
Dort steht der Sitzplan irgendwo unter dem Kennenlernvideo und der Geschenkeliste. Wer am Eingang scannt, hat ein Glas in der Hand und will seinen Tisch. Eine eigene Seite für den Tag, und der QR-Code zeigt genau dorthin.
Der Sitzplan ist ein Foto vom Ausdruck
Dann zoomt jeder Gast auf dem Handy in ein Bild mit achtzig Namen. Der Sitzplan gehört als Text auf die Seite, mit einer Suche oder sortiert nach Tischen. Und er ist nur dann einfacher zu ändern als Papier, wenn er kein Papierfoto ist.
Das Schild steht im Gegenlicht oder zu tief
Eine Staffelei am Eingang, hinter ihr das Fenster: Die Kamera sieht einen dunklen Fleck mit Lichtkranz. Das Schild steht mit dem Rücken zur Wand, der QR-Code in Augenhöhe, nicht am unteren Rand, wo man sich bücken muss. Im Freien matte Pappe statt Glanzfolie.
Die Scheune hat kein Netz
Viele Locations liegen dort, wo das Handy ein Balken hat. Frag die Location vorher nach dem Gäste-WLAN und häng den WLAN-QR-Code neben den Sitzplan-QR-Code. Und halte die Seite leicht: Text, ein Plan als Bild, keine Videos auf der Startseite.
Die ganze Gästeliste liegt offen im Netz
Eine Liste mit achtzig vollen Namen, Adressen und Diätwünschen auf einer Seite, die jeder öffnen kann, der die Adresse hat: Das ist eine Liste mit personenbezogenen Daten. Auf die Seite gehören nur Vorname und Tisch, bei gleichen Vornamen der erste Buchstabe des Nachnamens. Adressen, Allergien und die Notiz, wer nicht neben wem sitzen soll, bleiben in deiner Tabelle.
Statisch oder dynamisch?
Statisch
Für eine Seite, deren Adresse feststeht und die nach dem Fest einfach bleibt, reicht der statische QR-Code. Den Sitzplan änderst du ohnehin auf der Seite, nicht im QR-Code.
Dynamisch
Dynamisch lohnt, weil das Schild und die Tischkarten gedruckt sind und das Ziel wandert: Vor dem Fest die Anfahrt und der Ablauf, am Tag der Sitzplan, danach die Fotos beim Fotografen, der eine ganz andere Adresse hat. Dazu siehst du, ob die Tischkarten überhaupt gescannt wurden oder ob das eine Schild am Eingang gereicht hätte.
Eine Seite, die bleibt: Statisch. Ein Ziel, das vom Sitzplan zu den Fotos wandert, oder die Frage, was gescannt wurde: Dynamisch.
Den Unterschied Zeile für Zeile zeigt der Vergleich auf der Übersicht.
Druck und Platzierung.
Größe
Scanabstand durch zehn. Das Willkommensschild wird aus zwei Metern gescannt, also zwanzig Zentimeter. Die Tischkarte liegt dreißig Zentimeter vor dem Gast: Drei Zentimeter reichen, zwei sind zu knapp. In der Einladung drei bis vier.
Material
Das Schild auf matter Pappe oder Holz, nicht auf Glanzfolie, die das Licht der Lampions spiegelt. Tischkarten auf dem Karton der Papeterie, der QR-Code schwarz oder in eurer dunklen Akzentfarbe. Draußen alles unter einem Dach oder laminiert, Regen kommt auch im Juli.
Ort
Am Eingang dort, wo die Gäste ohnehin stehen bleiben: Neben dem Gästebuch oder dem Sektempfang, nicht in der Tür. Auf der Tischkarte auf der Rückseite, damit vorn der Name bleibt. In der Einladung neben der Anfahrt.
Die Regeln dahinter, mit Zahlen, stehen in den Ratgebern QR-Code richtig drucken und QR-Code gestalten, ohne ihn unlesbar zu machen.
Was auf die Seite dahinter gehört.
Die Seite für den Tag ersetzt den Zettel in der Hand der Trauzeugin. Sie beantwortet, was sonst jeder einzeln fragt:
Das bauen wir- Die Suche nach dem Namen ganz oben, oder eine Liste nach Tischen, wenn es weniger als dreißig Gäste sind
- Der Ablauf mit Uhrzeiten: Trauung, Sektempfang, Essen, erster Tanz, Torte
- Das Menü als Text, mit den Hinweisen für Vegetarier und Allergiker
- Der Raumplan als Bild mit Tischen, Bar, Toiletten und Raucherecke
- Taxi, Parken, Übernachtung in der Nähe und das WLAN der Location, jeweils in einem Satz
Häufige Fragen.
Brauchen die Gäste eine App?
Nein. Die Kamera jedes Handys erkennt den QR-Code und öffnet die Seite im Browser. Niemand muss etwas installieren oder sich anmelden. Für Gäste ohne Smartphone liegt der Sitzplan zusätzlich einmal gedruckt am Eingang, das ist kein Widerspruch.
Was, wenn die Location kein Netz hat?
Dann hilft der QR-Code nur mit WLAN. Frag die Location nach dem Gäste-WLAN und häng den WLAN-QR-Code daneben, als eigenen QR-Code mit der Art WLAN. Gibt es weder Netz noch WLAN, bleibt es beim gedruckten Sitzplan, und der QR-Code in der Einladung übernimmt die Arbeit schon Tage vorher.
Kann ich den Sitzplan am Morgen der Hochzeit noch ändern?
Ja, das ist der Punkt. Der QR-Code zeigt auf die Seite, nicht auf den Inhalt. Du änderst den Tisch in deiner Liste oder auf der Seite, und der nächste Scan zeigt den neuen Stand. Das Schild und die Tischkarten bleiben, wie sie sind.
Was passiert mit dem QR-Code nach der Hochzeit?
Er zeigt auf das, was du auf die Seite stellst: Den Dank, die Fotos, die Bestellseite des Fotografen. Mit einem dynamischen QR-Code kann das auch eine ganz andere Adresse sein. Die Gästeliste nimmst du nach dem Fest von der Seite, sie hat dort nichts mehr zu suchen.


